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Thekenumbau #1

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Der schönste Platz ist immer an der Theke

Komplettumbau wird Sälzerhalle erheblich aufwerten

"Bis zum Oktoberfest am 6. Oktober wollen wir mit dem Umbau fertig sein", blickt Rudolf Keuper, Vorsitzender des Hallenbauvereins (HBV) Salzkotten, einige Wochen voraus. Dann wird sich der Thekenbereich in der Sälzerhalle, eine der größten Fest- und Veranstaltungshalle in der weiten Region, völlig neu präsentieren.

Im Thekenbereich bleibt auf einer Grundfläche von fast 240 Quadratmetern buchstäblich kein Stein auf dem anderen. Alles, was es bisher gab, kommt raus. "Nicht mehr zeitgemäß und auch funktionell dringend verbesserungsbedürftig", begründet Conrad Möller, Brudermeister der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Salzkotten sowie Geschäftsführer des HBV, die Maßnahme.

Als der von der Schützenbruderschaft getragene HBV in den Jahren 2002/03 die heutige Sälzerhalle nach Plänen von Rudolf Keuper mit immenser Eigenleistung errichtete, blieb der noch aus den 70er Jahren stammende Thekenbereich der früheren Stadthalle nicht zuletzt aus Kostengründen unangetastet. Jetzt, gut 15 Jahre später, ist endgültig die Zeit gekommen, auch den Thekenbereich von Grund auf zu modernisieren. Ohne ein erhebliches Maß an Eigenleistungen geht auch der jetzige Umbau nicht vonstatten. Dass es absolut nicht damit getan ist, neue Tresen hinzustellen, dürfte klar sein.

Bis runter auf die Betongrundplatte der Halle ist der Fußboden 15 Zentimeter tief entfernt worden. Dadurch verschwindet auch der bisherige Bodenbelag aus Betonsteinplatten in 70er-Jahre-Terrazzo-Optik. Nach dem Aufbau eines neuen Estrichs werden im neuen Thekenbereich Fliesen in Holzoptik verlegt. Für ein bestimmtes Muster hat sich der HBV-Vorstand aber noch nicht entschieden. Einher geht der Komplettumbau mit dem Austausch sämtlicher Versorgungsleitungen.

Topmodern und mit Loungebereich

Der künftige Thekenbereich wird nicht mehr so steif und streng aussehen wie bisher. "Wir haben uns vor einigen Monaten im Sauerland einige moderne Theken in Festhallen angesehen und gute Anregungen bekommen, die wir hier bei uns jetzt umsetzen wollen", erläutert Conrad Möller. Das betrifft beispielsweise die dezente Beleuchtung, die Lage der Zapfstellen und den Verlauf des Tresens, der an einigen Stellen vorspringt. Insgesamt wird die Theke etwas kürzer werden - zugunsten eines leicht erhöhten Loungebereiches mit Sitzgelegenheiten an Tischen. "Der Umbau wird die Sälzerhalle erheblich aufwerten", unterstreicht Ehrenbrudermeister Rudolf Keuper.

Für den laufenden Umbau ist der gesamte Thekenbereich staubdicht eingehaust worden, so dass die Sälzerhalle auch in den kommenden Wochen nach wie vor zumindest weitgehend genutzt werden kann. Künftig wird es einen Außeneingang zum Thekenbereich geben. Dazu wurde die Wand zur Nordseite hin geöffnet, um dort eine Doppelflügeltür einbauen zu können.

Die Gesamtinvestitionssumme steht nach Angaben von Rudolf Keuper und Conrad Möller noch nicht fest, wird aber sicherlich mehrere zehntausend Euro betragen. Anschaffen will der HBV außerdem eine Art Lärmstoppanlage mit fünf Messmikrofonen für die Sälzerhalle. Grund: Wenn demnächst bei Veranstaltungen ein gewisser Lärmpegel überschritten wird, gibt es ein Signal, das anzeigt: "Lautstärke reduzieren!" Wer sich daran dann nicht hält, wird das Ergebnis sofort merken: Die Anlage kappt in diesen Fällen die Stromversorgung.

Der Hallenbauverein Salzkotten zählt etwa 280 Mitglieder und konnte im vergangenen Geschäftsjahr die Darlehnssumme, die für den Bau der Sälzerhalle aufgenommen worden war, um mehr als 50.000 Euro auf jetzt noch 410.000 Euro reduzieren.

(Text: Jürgen Spies)

(Fotos: Jürgen Spies und Conrad Möller)

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