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Rechnungslegung Schützen, Hallenbauverein u. Verein Altenwohnheim

Hallenbauverein dreht ein großes Rad

29.5.2019 - Rechnungslegung dokumentiert Leistung der Schützenbruderschaft

(Text und Fotos: Jürgen Spies)

Bilanz des  Geschäftsjahres 2018 gezogen hat der von der St.-Johannes-Schützenbruderschaft getragene Hallenbauverein (kurz: HBV) Salzkotten während der Rechnungslegungsversammlung. Die Salzkottener Schützen verwalten die Sälzerhalle nach wie vor ehrenamtlich. Das ist insofern bemerkenswert, als dass die HBV-Bilanz in Aktiva und Passiva den stattlichen Betrag in Höhe von 1,44 Millionen Euro ausweist.

HBV-Vorsitzender und Ehrenbrudermeister Rudolf Keuper nutzte die Gelegenheit, um denjenigen Vorstandsmitgliedern, die diese Verwaltungsarbeit  in ihrer Freizeit im Schützenbüro leisten, Dank und Anerkennung auszusprechen. Dank galt ferner dem umsichtigen Team der Hallenwarte um Uli Temborius sowie dem Hallenbauhelferclub (HBHC). Die Sälzerhalle, eine der größten Fest- und Feierhallen in der weiten Region, »ist top in Schuss und auch deshalb bei Nutzern und Mietern so beliebt«, strich Keuper heraus. Ein weiterer Aspekt: Die Mietpreise für die variabel nutzbare Sälzerhalle sind vergleichsweise günstig. Für die Jahre 2020 und 2021 seien schon jetzt viele Termine vergeben worden.

 

Lärmschutz verbessert

Durch verschiedene Investitionen hat der HBV in den vergangenen Monaten Maßnahmen ergriffen, um Nachbarn besser vor Lärm zu schützen. Dazu zwei Beispiele: An der Zufahrt zum großen Parkplatz wurde an der Sälzerstraße

eine Schrankenanlage angebracht, die täglich um 19 Uhr schließt. Grund für diese Investition: In der Vergangenheit war spätabends oder sogar nachts zu beobachten, dass junge Leute mit teilweise PS-starken Autos unerlaubterweise auf dem Parkplatz herumkurvten, lautstark Reifen quietschen ließen und sogenannte Donuts durch Gummiabrieb auf dem Pflaster die Folgen waren. Außerdem wurde in der Halle eine Lärmwarnanlage in Betrieb genommen, die bei Veranstaltungen den Lärmpegel misst. Sollte ein bestimmter Lärmwert überstiegen werden, etwa hervorgerufen durch überlaute Musik, gibt die Anlage zunächst ein akustisch-optisches Warnsignal. Sollten Mieter der Halle dann immer noch nicht umgehend reagieren, stellt die Lärmwarnanlage, die mehr als 14.000 Euro gekostet hat, den Strom automatisch ab.

Stellvertretender Rechnungsführer Uli Flottmeier stellte das Zahlenwerk der HBV-Bilanz vor und wies darauf hin, dass der Verein 2018 einen respektablen Gewinn erzielt hat. »Wir hatten in den Jahren 2016 und 2017 hohe Rückstellungen, die jetzt aufgelöst werden konnten«, begründete  Flottmeier. Zum Jahresende 2018 betrug die Mitgliederzahl des HBV 275 (Ende 2017:282). Ralf Schrewe, der gemeinsam mit Mike Rademacher die Kasse geprüft hat, erwähnte, dass die Mieterträge nach wie vor auf konstant hohem Niveau liegen und das Spendenaufkommen erfreulich sei. Ein Beispiel dazu: Der ehemalige Major Franz Bracht spendete 4000 Euro (Erlös aus seinem großen Geburtstagskonzert) zweckgebunden für die neue Sitzecke im komplett umgebauten Thekenbereich der Sälzerhalle.

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Thekenbereich komplett neu

Mit einer Helferparty hatten die Schützenbruderschaft und der Hallenbauverein unlängst die Fertigstellung des großen Thekenbereiches gefeiert. Auf einer Fläche von 240 Quadratmetern war beim Umbau buchstäblich kein Stein auf dem anderen geblieben. Alles wurde nun nach modernsten Gesichtspunkten erneuert und umgestaltet. »Das wertet unsere Halle noch weiter auf«, sind sich Ehrenbrudermeister Rudolf Keuper, Brudermeister Conrad Möller und Oberst Matthias »Sonne« Kemper einig.Die Investitionssumme war erheblich und summiert sich auf etliche zehntausend Euro. Während der Umbauphase hatten viele Helfer angepackt und erbrachten somit Eigenleistungen in beträchtlicher Höhe.

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(Text und Fotos: Jürgen Spies)


Verein Altenwohnheim zieht Bilanz

Rechnungslegung zeigt positiven Jahresabschluss

Salzkotten.  Der von der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Salzkotten getragene Verein Altenwohnheim e.V. hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter kräftig Schulden abgebaut. Die Darlehnssumme beziffert sich derzeit noch auf 287.000 Euro (2017: 319.000 Euro). Wie aus dem Jahresergebnis 2018 hervorgeht, erzielte der gemeinnützige und mildtätige Verein  einen Gewinn in Höhe von etwa 17.000 Euro.

Darauf wies Vorsitzender Conrad Möller in der Rechnungslegungsversammlung und Mitgliederversammlung in der Schützenstube der Sälzerhalle hin. Der Jahresabschluss weist in der Bilanz in Aktiva und Passiva einen Betrag von 913.000 Euro aus.

Drei Altenwohnheime haben die Sälzer Schützen in den vergangenen Jahrzehnten bekanntlich gebaut; die Schützen verwalten und unterhalten diese Gebäude auch, und zwar ehrenamtlich. Vermietet sind die 24 Wohnungen im Felix-Klingenthal-Haus (Klingelstraße), an der Kokelake und am Luisenweg  allesamt zum Sozialmietpreis an ältere Mitbürger.

Der Verein Altenwohnheim e.V. hatte im vergangenen Jahr deutlich geringere Aufwendungen als noch 2017, woraus sich auch das gute Jahresergebnis ergibt. Conrad Möller unterstrich, dass der Verein nach wie vor auf Spenden angewiesen sei, um gut über die Runden zu kommen und um die Mietkosten für die Bewohner weiterhin so gering halten zu können.

Das älteste der drei Altenwohnheime, das Gebäude am Luisenweg, hat inzwischen 52 Jahre auf dem Buckel. Zwar haben die Schützen in dieser Zeit immer wieder  Modernisierungen und Reparaturen vorgenommen, »doch es  deuten sich hier bald sehr kostenspielige Renovierungsarbeiten an – oder auch andere Maßnahmen«, ließ Conrad Möller zum jetzigen Zeitpunkt völlig offen, was der Verein Altenwohnheim mit dem Komplex Luisenweg künftig vorhat.

 (Text: Jürgen Spies)

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Altenwohnheim Luisenweg in Salzkotten / Foto Conrad Möller

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