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Die Bruderschaft

Wer wir sind, was wir tun

Salzkotten. Im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BdHDS) zählt die St.-Johannes-Schützenbruderschaft 1653 Salzkotten e.V. mit ihren 1600 Mitgliedern nicht nur zu den größten Bruderschaften – sie gehört auch zu den wenigen, deren jährliches Schützenfest traditionell und regelmäßig sogar vier Tage dauert. Und auch sonst haben die Salzkottener Schützen jede Menge zu bieten.

Eine Urkunde aus dem Jahr 1653 gibt Auskunft darüber, dass es in der Sälzerstadt schon damals Schützen gab – sehr wahrscheinlich schon weitaus länger. Heute besteht die Bruderschaft aus vier Kompanien, aufgeteilt nach räumlichem Zuschnitt.

Altenwohnheim logo

Soziales Engagement

Stolz sein darf die St.-Johannes-Schützenbruderschaft auf ihr soziales Engagement: Sie hat in den Jahren 1967, 1971 sowie 1995/96 drei Altenwohnheime in Salzkotten gebaut, davon zwei ohne öffentliche Wohnbau-Fördermittel. Über den Verein „Altenwohnheime Salzkotten e.V.“, der der Bruderschaft angeschlossen ist, verwalten die Sälzer Schützen die drei Altenwohnheime ehrenamtlich. Die insgesamt 24 Wohnungen werden zum Sozialmietpreis vermietet. 

Felix Klingenthal, Salzkottens verstorbener Ehrenbrudermeister sowie Ehrenbundesschützenmeister des BdHDS, war stets Motor der Altenwohnheime-Idee. Sein Credo: „Wir  müssen uns dem Leitspruch der Schützen und der Tradition würdig zeigen durch die Tat.“

Die Salzkottener Schützen sind überdies das ganze Jahr hindurch an vielen weiteren gemeinnützigen Arbeitseinsätzen sowie kirchlichen Aktionen in Salzkotten beteiligt. So kümmern sich die vier Kompanien um  die  Wahrzeichen, die jeweils in „ihrem“ Gebiet liegen (Westerntorturm/Rest der ehemaligen Stadtbefestigung aus dem Mittelalter; Pfarrkirche St. Johannes/dreischiffige zweijochige, typisch westfälische Hallenkirche, erbaut  1256 – 1270; Pfarrkirche St. Marien/1962/63 erbaut als große Hallenkirche; Liboriuskapelle/neuromanischer Bau von 1901/02 über kleeblattförmigem Grundriss; die Jungschützen kümmern sich um das Gradierwerk/Saline unweit der Sälzerhalle). Zu Fronleichnam samt Prozession übernehmen die Schützen die organisatorischen Abläufe, um ein weiteres Beispiel zu nennen. Baumpflanzaktionen in der Feldflur und weitere Aktivitäten runden das Engagement ab. (hier klicken für einen tollen Artikel dazu)

Hallenbau logo

Die Sälzerhalle

Ebenfalls ehrenamtlich stemmt die Schützenbruderschaft über den angeschlossenen „Hallenbauverein Salzkotten“ die Unterhaltung, Pflege und Vermietung ihrer großen Sälzerhalle, die zu den größten Festhallen in der Region zählt.
Nachdem die in den 70er Jahren erbaute frühere  Stadthalle in die Jahre gekommen war,  nahmen die Salzkottener Schützen das Heft in die Hand:  Von der alten Halle blieben beim Totalumbau in den Jahren 2002/03 im Prinzip nur die Außenwände übrig. Was die Schützen mit enormer Eigenleistung und dank der Unterstützung der Mitglieder des Hallenbauvereins bei der Errichtung der heutigen Sälzerhalle geschaffen haben, fand nicht nur in Salzkotten große Anerkennung. Die multifunktionale/variabel nutzbare Sälzerhalle (Nutzfläche insgesamt 2500 Quadratmeter) wird von zahlreichen Veranstaltern gern gemietet.

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Unser Schützenfest

Das Schützenfest wird immer rund um das dritte Wochenende im Juli gefeiert und  beginnt im Laufe des Freitagabends gleich mit einem Kracher, nämlich mit einem Feuerwerk bei Anbruch der Dunkelheit auf der riesigen Sälzerwiese neben der Sälzerhalle an der Upsprunger Straße – ein echter Publikumsmagnet. Voraus gehen die Jubilarehrungen in der Halle; daran schließen sich draußen im Fackelschein der Große Zapfenstreich mit Serenade sowie das Feuerwerk an.

Der Schützenfest-Samstag bietet beim Vogelschießen eine weitere Seltenheit: Die Schießliste wird vorher per Computer mehrfach im Zufallsgenerator durcheinandergewirbelt. Daraus entstehen drei unterschiedliche Listen, die dann ausgedruckt und einzeln in drei Umschläge gesteckt und verschlossen werden. Die Schützenkönigin des Vorjahres zieht einen der Umschläge – und erst dann steht fest, in welcher Reihenfolge die Schützen auf den Holzadler schießen werden. Fairer und spannender kann es nicht sein. Und: In Salzkotten gibt es immer ausreichend Bewerber auf den Königsschuss! Der Ausgang ist völlig offen. Spannung pur.

Ins Kuriositätenkabinett gehört am Schützenfest-Sonntag nach dem Festmarsch durch die Stadt beim Festakt auf der Sälzerwiese der Parademarsch im Laufschritt. Für die große Zuschauermenge ist der sogenannte „Lampenputzer“, gespielt im doppelten Marschtempo, immer eine gern gesehene Gaudi. Dann rennen die Schützen der vier Kompanien und auch die beteiligten Musikkapellen über die Wiese und grüßen dabei im Vorrüberrennen die Majestäten, den Hofstaat und die Ehrengäste.

Zu guter Letzt hat auch der Schützenfest-Montag am späten Abend fast schon Kultcharakter. Beim vierten und letzten Festball drehen Schützen und Gäste noch einmal besonders ausgelassen am Stimmungsrädchen. Voraus geht das Vogelschießen der Jungschützen.

Stimmungsvolle Festbälle und ein gut bestückter Festplatz an der Sälzerhalle wird weitere Garanten zum Gelingen.

 

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Weitere Feste

Im Oktober richtet die St.-Johannes-Schützenbruderschaft Salzkotten das große Oktoberfest aus. Weitere Info unter: www.salzkotten-oktoberfest.de

Am Wochenende 1. Advent findet alljährlich  der große Adventsmarkt in der Sälzerhalle statt. Der Besucherzahl dieses wetterunabhängigen Marktes in der Vorweihnachtszeit ist alljährlich enorm.

Mit dem Winterball im Januar/Februar in der festlich geschmückten Sälzerhalle startet die Bruderschaft alljährlich mit Schwung in neue Schützenjahr.

Auch die Kompanien richten ihrerseits größere Feste aus. Beispiele sind das Maibaumsetzen der 3. Kompanie und das Sommerfest der 4. Kompanie. Auch hier gilt wie und wo immer in Salzkotten: Alle, die fröhlich feiern wollen, sind herzlich  willkommen!

Sportschützen St. Johannes und die Kanoniere

Eng mit der Bruderschaft verbunden ist der 1976 gegründete Verein Sportschützen St. Johannes, die im großen Komplex der Sälzerhalle ihr Domizil haben (Schießstand/acht Bahnen; außerdem großer und gut ausgestatteter Aufenthaltsraum).

Mit ganz anderen Kalibern befassen sich die Kanoniere der St.-Johannes-Schützenbruderschaft, die – wo immer sie auch auftreten – nicht zu überhören sind  und auch optisch dank ihrer Landsknechtekluft positiv auffallen. Unter anderem verfügen die Kanoniere über eine 840 Kilogramm schwere Kanone (Typ Feldschlange; aus dem 16. Jahrhundert. Nachbau: 1980) und über leichtere Geschütze (Typ Falkonett, Ende des 15. bis Anfang des 17. Jahrhunderts; Nachbauten ab 2003).

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